Aktuelles Urteil des AG Traunstein zum Thema Bilderklau

In einem Verfahren vor dem AG Traunstein, in dem wir für eine Bildagentur wegen unberechtigter Verwendung einer Aufnahme auf der Unternehmenswebsite eines Zahnarztes Schadensersatz unter Zugrundelegung der MFM-Honorarempfehlung und Anwaltsgebühren aus einem Gegenstandswert von 6.000,00 € eingeklagt haben, wurden durch den Beklagten die üblichen Argumente vorgetragen:

- der Schadensersatz in Höhe von 465,00 € für eine bis zu dreijährige Verwendung sei unangemessen hoch.

- die für diese Schadensberechnung herangezogene Honorarempfehlung der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) sei einseitig und gebe nicht die tatsächlichen Marktgegebenheiten wieder. 

- der Zuschlag von 100 % aufgrund der fehlenden Urhebernennung und dem damit verbundenen Verstoß gegen § 13 UrhG sei nicht zu gewähren.

- der Gegenstandswert für die vorgerichtliche Abmahnung in Höhe von 6.000,00 € sei übersetzt.

- der Beklagte habe sich darauf verlassen können, das Bild verwenden zu dürfen, da er es von einem Dritten zur weiteren Verwendung bekommen hätte. Daher läge beim Beklagten gutgläubiger Erwerb von Nutzungsrechten oder aber zumindest kein Verschulden vor. 

Das Gericht hat diese Argumente in aller Kürze und völlig zutreffend zurückgewiesen und unserer Mandantin zu 100 % Rechte gegeben. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre dieses kurzen Abrisses eines Bilderklau-Klassikers vor Gericht

Zurück

nach oben
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden Mehr Infos